#Wissen, was Menschen bewegt: Mut

Dieses Wissen bekommen wir von den spannenden Menschen, die uns im Alltag bereichern. Heute mit Rolf Heinrich (58), Leiter Marketing Services Werbung und Sponsoring bei V-Zug. Er versteht es, die Haushaltsgeräte des Zuger Traditionsunternehmens mit Augenzwinkern zu vermarkten. Wie das geht und warum ihm beim Einräumen des Geschirrspülers keiner etwas vormacht.

  

 

Interview: Janine Rebosura, scharfsinn.ch

 

 

Welche Haushaltsarbeit machen Sie am liebsten?

 

Rolf Heinrich: Zu Hause bin ich der Einzige, der den Geschirrspüler richtig einräumen kann. Das habe ich vor etlichen Jahren während meiner Ausbildung zum Maschinenkonstrukteur bei V-Zug gelernt. Um die Maschinen zu verstehen, muss man wissen, was wie einzuräumen ist, damit alles sauber wird. Dabei lernte ich so manchen Trick.

 

Können Sie uns so einen Trick verraten? Was machen viele Leute falsch?

 

Man sollte das Geschirr nicht vorspülen – das braucht es wirklich nicht. Die Geräte sind so ausgelegt, dass sie dreckiges Geschirr sauber kriegen. Das wäre ja sonst, wie wenn man verschmutzte Wäsche zuerst waschen würde, bevor man sie in die Waschmaschine gibt.

 

Welche Botschaft wollen Sie in Ihren Kampagnen vermitteln?

 

Unser Claim bringt es eigentlich schön auf den Punkt: «Schweizer Perfektion für zuhause». Wir erforschen, entwickeln und produzieren in Zug ausschliesslich Haushaltsgeräte für den privaten Gebrauch.

 

Wie hat sich die V-Zug Werbung in den letzten Jahren verändert?

 

Lange Zeit ist die Kommunikation auf Funktionalität und Energiesparen ausgelegt gewesen. Dabei stand das Produkt im Vordergrund. Heute geht es immer mehr darum, ein Gefühl zu vermitteln: Lifestyle und Genuss. Wir zeigen die Küche als Wohnlandschaft, wobei die Geräte auf den ersten Blick gar nicht sichtbar sind. Unsere Kunden ernähren sich unter der Woche schnell und gesund. Am Wochenende jedoch, gehen sie auf dem Markt einkaufen, um ein aufwändiges Gourmetmenu zu kochen. Das sind nicht zwei verschiedene Zielgruppen, sondern dieselbe, die in unterschiedlichen Situationen anders tickt.

 

Vermarktet sich demfall die Küche besser, als die Waschküche?

 

Ja, die Küche ist halt einfach sexyer als der Waschraum. Und sie gibt die schöneren Bilder her.

 

Apropos sexy: Die Vorstellung der Rollenverteilung zwischen Mann und Frau hat sich ja stark verändert. Was heisst das für Ihre Werbekampagnen?

 

Das ist heute natürli anders als früher. Eine Küche wird oft gemeinsam ausgesucht. Der Stichentscheid geht aber an die Person, die sich öfter in der Küche bewegt. Und meist ist das noch immer die Frau. Weswegen wir unsere Werbung eher an die Frauen richten. Doch ist es uns wichtig, beide anzusprechen. Beispielsweise zeigen wir in unseren aktuellen TV-Spots zum Thema Geschirrspülen eine Paarsituation, in der beide aktiv sind. Und das Ganze mit einer Portion Augenzwinkern.

 

 

Diese TV-Spots lassen Sie von blue eyes marketing testen. Warum?

 

Ja, wir arbeiten schon lange zusammen. Wir lassen auch immer dieselben Fragen stellen. Dazu braucht es Mut. Aber erst dadurch werden die Resultate messbar und wir können nachvollziehen, was passiert. Und das ist ja unser Ziel.

 

Und welche Erkenntnisse haben Sie schon daraus gezogen?

 

Wenn wir den Spot schon tausendmal gesehen haben und nicht mehr sehen können, hat ihn unser Kunde gerade erst wahrgenommen. Wir haben einmal einen TV-Spot im dritten Jahr aufgeschaltet, obwohl inhouse alle fanden, der ist schon veraltet. Aber die Werte sind weiter nach oben gegangen. Wissen Sie, der Lebenszyklus unserer Geräte beträgt 12 bis 15 Jahre. Wir sind Dinosaurier. Andere verkaufen Ihnen in der gleichen Zeit drei Computer oder zwei Autos.

 

Was machen Sie eigentlich, wenn Sie grad mal nichts von Haushalt und Geräten wissen wollen?

 

Am liebsten bin ich im Wasser. Oder auf dem Wasser. Sei es Schwimmen, Rudern oder Langlaufen: Ich mag Wasser in all seinen Aggregatszuständen. Bei mir dreht sich alles um Wasser – es verbindet sozusagen Freizeit und Job. (lacht)

 

 

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