
Die durchschnittliche Generation Z
existiert nicht.
Beenden Sie den Blindflug im Recruiting und in der Zielgruppenanalyse.
Personalabteilungen und Marketingteams verzweifeln an einer Generation, die scheinbar völlig widersprüchliche Forderungen stellt. Die Gen Z ist ein bipolares Wesen. Und das meinen wir durchaus positiv. Unsere Grundlagenstudie 26 Gen Z beweist, dass die statistische Mitte nur entsteht, weil sich extreme Strömungen gegenseitig neutralisieren. Wer alle Jungen mit derselben Botschaft anspricht, erreicht niemanden.

Das (latente) Verhalten und die Werthaltungen der Generation Z
Blue Mind Felder
Die Generation Z lässt sich im Durchschnitt keinem einzelnen Feld zuordnen. Sie bewegt sich in einem deutlichen Spannungsfeld zwischen zwei Polen:
Change-introvertiert
Hoher Anspruch an Individualisierung und Selbstverwirklichung. Leben nach eigenen Werten.
Roots-introvertiert
Ausgeprägtes Bedürfnis nach Sicherheit und Planbarkeit. Tendenz zum Rückzug ins Private.
Werthaltungen
Der Durchschnitt der Gen Z lebt in einem Spannungsfeld. Einerseits ist der Wunsch nach persönlicher Freiheit und Unabhängigkeit von gesellschaftlichen Erwartungen stark ausgeprägt. Andererseits handelt es sich nicht um eine klassische Rebellen Generation. Parallel dazu besteht ein deutliches Bedürfnis nach Sicherheit und Stabilität.
Toleranz und Inklusion gelten nicht als radikale Forderungen, sondern als selbstverständlicher gesellschaftlicher Standard.
Einstellungen zum Leben
Der Blick auf das Leben ist realistisch bis vorsichtig. Optimismus ist vorhanden, jedoch nicht euphorisch.
Starke Orientierung am engen sozialen Umfeld. Zum Teil auch Cocooning.
Psychische Gesundheit ist ein zentrales Thema. Die Sensibilität für Stress und Überlastung liegt höher als bei
früheren Generationen.
Entscheidungen werden selten spontan getroffen. Vor wichtigen Schritten wird gründlich recherchiert.
Politik
Das politische Interesse ist themenbezogen, insbesondere bei Klima und Gleichstellung.
Die aktive Beteiligung bleibt jedoch oft zurückhaltend. Es besteht bei vielen Jugendlichen die Sorge, sozial ausgegrenzt zu werden, wenn ihre Meinung vom Gruppenkonsens abweicht.
Konflikte werden eher vermieden. Man möchte nicht naiv wirken und hält sich daher trotz vorhandener Haltung häufig zurück.
Arbeitswelt
Hier weicht der Durchschnitt deutlich von gängigen Klischees ab.
Die Generation Z strebt keine strukturlose Freiheit an. Klare Strukturen und Vorgaben am Arbeitsplatz sind wichtig,
um Leistung erbringen zu können.
Das Engagement basiert auf einem klaren Prinzip von Geben und Nehmen. Ist Wertschätzung spürbar, steigt auch
die Leistungsbereitschaft. Fehlt diese Anerkennung, etwa durch Feedback oder Offenheit, wird die Leistung
reduziert. Die Trennung von Arbeit und Privatleben hat einen hohen Stellenwert.

Geld und Konsum
Geld dient primär der Absicherung in einer als unsicher wahrgenommenen Welt.
Der Konsum ist reflektiert und gleichzeitig preissensibel. Marken werden geschätzt, wenn sie zu den eigenen Werten passen. Entscheidend bleiben jedoch Preis und Funktionalität.
Werbung allein überzeugt wenig. Empfehlungen und wahrgenommene Authentizität sind wichtiger.
Medienverhalten
Die Nutzung ist klar digital geprägt. Digital First.
Kurze Inhalte gehören zur Mediennutzung. Bei relevantem Interesse werden Themen jedoch vertieft recherchiert.
Eine gewisse Skepsis gegenüber Online-Informationen ist vorhanden. Inhalte werden nicht unkritisch übernommen.
Abgrenzung zur Schweizer Bevölkerung
Im Vergleich zur Gesamtbevölkerung, insbesondere zu den Boomern, zeigt sich ein deutliches Mental Health Gap.
Die Generation Z fühlt sich psychisch stärker belastet und erwartet, dass Arbeitgeber darauf Rücksicht nehmen.
Zudem ist die Loyalität gegenüber Arbeitgebern geringer. Ein Stellenwechsel erfolgt schneller, wenn Führung, Struktur oder Sinnorientierung nicht stimmen.
Die drei (messbaren)
Gen Z - Personas

The Guardian
Sicherheitsbedachte Pragmatiker:innen
Suchen in einer unübersichtlichen Welt nach Klarheit und Struktur. Sie bevorzugen kalkulierbare Beständigkeit statt riskanter Start-up-Abenteuer. Sie sind die loyalen Mitarbeiter der Zukunft, wenn man ihnen die Angst vor der Unsicherheit nimmt.
The Guardian wählt Sicherheit statt des üblichen Gen Z-Spannungsfeldes aus Freiheit und Angst.

The Activist
Sinnsuchende Idealist:innen
Stellen ihren persönlichen Purpose radikal über den Gewinn. Sie fordern echte Nachhaltigkeit, Diversität und Empathie auf Augenhöhe. Sie prüfen ihren moralischen Kompass härter als jede Bilanzkennzahl.
The Activist lebt Nachhaltigkeit konsequenter und elitärer als der Mainstream.

The High Performer
Vergessen Sie grenzenlose Freiheit. Klare Strukturen und Vorgaben helfen der Gen Z massgeblich dabei, gute Leistungen zu erbringen.
Das reine Bauchgefühl reicht bei der Führung nicht mehr. Über 71 % der Gen Z fordern, dass ein Arbeitgeber zwingend auf ihre psychische Verfassung Rücksicht nehmen muss.
Vergessen Sie Kununu. Ganze 63 % der Gen Z informieren sich direkt auf Ihrer eigenen Unternehmenswebsite und nur 27 % auf Bewertungsportalen. Sie haben Ihr Employer Branding komplett selbst in der Hand, sofern Sie sofort die richtige psychografische Tonalität treffen.
Ein Universum statt Einzelstudien
BlueMind für Gen Z
Die Gen Z ist kein Trend. Sie ist ein System. Und genau so sollte man sie verstehen.
Mit dem BlueMind Universum verbinden wir Daten, Werthaltungen und Verhalten zu einem klaren Bild. Statt isolierter Studien entsteht ein tiefes, anwendbares Verständnis der Gen Z in der Schweiz.
Unsere Angebote rund um Gen Z
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Quantitative und qualitative Befragungen mit psychografischer Vertiefung
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Workshops für HR und Führung zur konkreten Anwendung der Gen Z Personas
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Coaching bei eigenen Befragungen und Workshops (wir helfen, wo Bedarf ist)
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Aufbau von Gen Z Personas für Recruiting, Führung und Marketing
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Psychografische Segmentierung innerhalb der Gen Z
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Vernetzte Analyse über Mitarbeiterbefragung, Kundenbefragung und Werbetests
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Referate und Vorträge rund um die Gen Z und die anderen Generationen
